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Bioverfügbarkeit von Zinkverbindungen

2.3 Minuten LesezeitVeröffentlicht am: 2. September 2021Von Kategorien: Unkategorisiert

Der Zinkhaushalt des Menschen wird hauptsächlich von drei Faktoren beeinflusst. Neben dem Ausmaß der Zinkzufuhr ist vor allem der erhöhte Zinkverlust und Zinkbedarf  maßgeblich. Bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes, chronischen Entzündungen und dermatologischen Erkrankungen erhöht sich letzterer. Ferner ist die Einnahme von zinkhemmenden Stoffen über die Nahrung ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Die Bioverfügbarkeit von Zink ist oftmals problematisch, da sie erheblich variiert. Beispielsweise ist pflanzliche Kost meist eine schlechte Zinkquelle, da es mit den in Pflanzen enthaltenen Ballaststoffen schwer lösliche Komplexe bildet, was die Resorption negativ beeinflusst. Gute Zinkquellen hingegen sind vor allem tierische Produkte wie Rindfleisch oder Milchprodukte, wobei das in Milchprodukten enthaltene Casein die Zinkaufnahme geringfügig hemmt.

Um die nötige Tagesdosis Zink zu erhalten, wird gerne auf Zink Supplemente zurückgegriffen. Doch auch hier kommt es auf die richtige Zinkformulierung an, um die bestmögliche Bioverfügbarkeit zu gewähren. Die meisten Zinkpräparate im Handel enthalten Zinkionen in Form von anorganischen Salzen oder organischen Salzen oder in Komplexen mit Aminosäuren.

Folgende Zinkformulierungen sind die am häufigsten in Ergänzungsprodukten vorhandenen Zinkformen:

Zinkoxid ist hauptsächlich als Bestandteil von Wund- und Heilsalben bekannt, kann aber auch in Nahrungsergänzungsmittel vorkommen. Es hat nur eine Bioverfügbarkeit von 44% und eignet sich nicht für Patienten mit Störungen der Magensäureproduktion.

Zinksulfat ist eine der häufigen Formulierungen für Nahrungsergänzungsmittel, da es eine etwas höhere Bioverfügbarkeit hat als Oxid. Zinksulfat sollte jedoch keinesfalls zu einer Mahlzeit eingenommen werden, da die Resorption dadurch negativ beeinträchtigt wird und Übelkeit auftreten kann.

Zinkgluconat ist in der Resorption vergleichbar mit Zinksulfat.

Zink-Bisglycinat einer Studie aus dem Jahr 2007 gemäß eine um 43,4% höhere Bioverfügbarkeit als Gluconat und damit auch als Sulfat. Die Aminosäure Bisglycinat schützt außerdem die Schleimhäute was eine gut Verträglichkeit zur Folge hat.

Zink-Histidin zählt zu den am besten untersuchten Zinkformen. Es fördert die Aufnahme von Zink im Körper und ist als Komplex gut verträglich. Die WHO sowie das britische Gesundheitsministerium verweisen auf Zink-Histidin insbesondere als besonders Zinkquelle bei Kindern. Auch sind Nebenwirkungen wie Übelkeit nicht so häufig wie bei Zinksulfat.

Zinkasparat ist seit Jahren als Ergänzungsmittel in Gebrauch. Seine Bioverfügbarkeit ist jedoch umstritten, da die Studienlage derzeit sehr undurchsichtig ist.

Unser Fazit:

Die beiden Aminosäure-Zink-Komplexe Zink-Bisglycinat und Zink-Histidin haben also die Nase vorne, wenn es um die Verträglichkeit und Bioverfügbarkeit von Zinkpräparaten geht. Zinkglucconat und Sulfat teilen sich den zweiten Platz.
Deshalb sollte in Zukunft beim Kauf von Zinkergänzungsmitteln auf die Zinkformulierung des Produkts geachtet werden. Diese sollte bei den Zutatenangaben auf der Produktpackung angegeben sein.

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Foto von Sigmund auf Unsplash

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