Warum ist Lachs rot und was hat das mit unserer Gesundheit zu tun?

Roher Lachs auf Holzbrett mit Zitrone und Kräuter.
2 Minuten LesezeitVeröffentlicht am: 19. März 2026Von Kategorien: Unkategorisiert

Die typische rötliche Farbe von Lachs, Krill oder Garnelen hat einen wenig bekannten Ursprung: eine winzige Mikroalge. 

Die Alge Haematococcus pluvialis produziert den roten Pflanzenstoff Astaxanthin, wenn sie extremen Umweltbedingungen ausgesetzt ist – etwa intensiver Sonneneinstrahlung, Trockenheit oder Nährstoffmangel. In solchen Stresssituationen bildet sie große Mengen dieses Pigments, das wie ein biologischer Schutzschild gegen oxidativen Stress wirkt. Wenn Fische oder Krebstiere diese Algen fressen, wird Astaxanthin in ihrem Körper gespeichert – und genau das verleiht Lachs, Krill und Garnelen ihre charakteristische rötliche Farbe. 

Warum ist die Forschung daran interessiert? 

Astaxanthin kann nicht nur die Alge, sondern auch uns vor oxidativem Stress schützen. Die Forschung geht sogar so weit, Astaxanthin als „König der Carotinoide" zu bezeichnen. In experimentellen Vergleichen wird die antioxidative Kapazität von Astaxanthin als etwa 6.000-mal stärker als die von Vitamin C, 100-mal stärker als die von Vitamin E und rund 10-mal höher als die von Beta-Carotin beschrieben. 

Aufgrund dieser Eigenschaften wird Astaxanthin heute in zahlreichen Bereichen intensiv untersucht – darunter bei Stoffwechselerkrankungen wie Prädiabetes oder Diabetes, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Demenz oder milden kognitiven Störungen), bei Hautalterung sowie bei der Augengesundheit. 

Besonders interessant sind die Ergebnisse zur Herzgesundheit. Mehrere Studien zeigen, dass Astaxanthin positive Effekte auf die Blutfettwerte haben kann. Beobachtet wurden unter anderem eine Senkung von LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und Triglyceriden sowie eine Erhöhung des HDL-Cholesterins. Einige Untersuchungen fanden zudem Hinweise auf mögliche Effekte auf den Nüchternblutzucker und den Blutdruck. 

Fazit 

Astaxanthin schützt nicht nur die Alge vor oxidativem Stress – auch im menschlichen Körper zeigt der Naturstoff bemerkenswerte Eigenschaften. Seine starke antioxidative Wirkung und seine Fähigkeit, wichtige Schutzbarrieren des Körpers – etwa die Blut-Hirn- oder Blut-Retina-Schranke – zu überwinden, machen ihn für zahlreiche Bereiche der Gesundheitsforschung besonders interessant. 

Studien deuten darauf hin, dass Astaxanthin potenziell in verschiedenen Bereichen eine Rolle spielen könnte, etwa bei Herz-Kreislauf-Gesundheit, Stoffwechsel, Haut und Augen. Die Einnahme gilt in üblichen Dosierungen als gut verträglich. 

Wenn Sie wissen möchten, wie Astaxanthin am besten aufgenommen wird und welche Dosierung sinnvoll sein kann, erfahren Sie hier mehr. 

Quellen 

  • Vinothkumar, R. (2024). Recent Advancements of Astaxanthin from an Animal Feed to a Therapeutic Agent in Humans – A Meta-Analysis Overview. In Food Additives—From Chemistry to Safety. IntechOpen. https://doi.org/10.5772/intechopen.114958  
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