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Ankündigung: Das große Fasten Spezial

2,9 Minuten LesezeitVeröffentlicht am: 9. Juni 2022Von Kategorien: Unkategorisiert

Der historische Ursprung des Fastengedankens liegt in religiösen Beweggründen. Daneben haben sich diverse Fastenformen und -kuren zu therapeutischen und medizinischen Zwecken herausgebildet. Mittlerweile hat sich das “moderne Fasten” hin zu einer Art neuen “Gesundheitsreligion”, mit dem Wunsch die Zellalterung anzuhalten, Krankheiten vorzubeugen sowie dem positiven Nebeneffekt des Gewichtsverlustes, entwickelt. Bis hin zum Grundgedanken Fasten als Dauermethode, in Form von Intervallfasten, im Alltag umzusetzen. Dabei gilt, wie auch bei der allgemeinen Ernährungsweise, dass nicht jeder Mensch jede Fastenart unproblematisch durchführen kann. Jeder Mensch ist individuell und hat seinen eigenen Stoffwechsel. Auch sind etwaige Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen sowie der gesundheitliche Ausgangszustand vor einer Entscheidung für eine Fastenkur zu berücksichtigen.   

Unter uns Menschen gibt es die “guten” und “schlechten” Futterverwerter, sowie Mischformen aus beiden. Dies führt dazu, dass die Einen bereits gefühlt beim Ansehen von Speisen zunehmen und die Anderen den ganzen Tag Torte essen könnten, ohne zuzunehmen. Dann gibt es Menschen, die eine sehr gute Durchblutung haben, auch im Winter kaum frieren und andere, die ständig kalte Hände und Füße haben. Eine nicht stoffwechseltypgerechte Fastenform führt oft zu Frustration, Kreislaufproblemen, Unterzuckerung und Schwäche und mündet meist im Fastenabbruch und der Abwendung vom Fasten generell.  

Der Ernährungswissenschaftler und Fasten-Experte Ralf Moll, teilt die menschlichen Stoffwechseltypen zur anschaulicheren Vorstellung anhand ihrer Eigenschaften in “Bär”, “Tiger” und “Reh” ein. Je nach Naturell, Verdauungskraft, Wärmehaushalt und Kreislaufstärke ist jeweils eine oder mehrere Fastenarten ideal geeignet, während die anderen eher problematisch sind bzw. die bereits vorhandenen individuellen Stoffwechselschwächen verstärken.  

Kennt man seinen Stoffwechseltyp und spricht gesundheitlich nichts dagegen, kann zwischen dem klassischen Heilfasten, modifizierten Fastenformen wie dem Saft-, Basen-, Früchte-, Suppen- und Scheinfasten bis hin zu verschiedenen Dauerfastenmethoden in Form von Intervallfasten, ausgewählt werden.   

Ergebnisse aus Tierstudien zeigten, dass regelmäßiger Nahrungsverzicht das Risiko für chronische Krankheiten, wie z.B. Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurologische Krankheiten und Krebs, senken kann. Allein zum Thema intermittierendes Fasten wurden in den letzten 5 Jahren ca. 1000 Studien auf PubMed veröffentlicht, die sich in irgendeiner Weise mit dieser Fastenform und deren gesundheitlichen Effekten beschäftigt haben. Darüber hinaus beruht das Fasten auf seit Jahrtausenden bekannten Erfahrungen bzgl. seiner gesundheitlichen Wirkungen. An dieser Stelle schlägt die Erfahrungsmedizin die einseitig studienbasierte medizinische Forschung um Längen. Grund genug für uns, sich intensiver mit dem Thema Fasten in seinen verschiedenen Ausprägungen zu beschäftigen. 

Zu Ihrer Unterstützung bei der Wahl der richtige Fastenform, erscheinen in den nächsten Wochen weitere Newsletterbeiträge über gängige Fastenmethoden, die individuellen Stoffwechseltypen sowie den Grenzen des Fastens.  

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Fazit:  

Die gewählte Fastenart sollte auf den jeweiligen Stoffwechsel, die Verdauungskraft und den Wärmehaushalt jedes Einzelnen zugeschnitten sein. Zudem sollte Fasten nicht als Allheilmittel oder Diät angesehen werden. Wer nur unregelmäßig fastet, dazwischen aber immer wieder in alte gesundheitsschädliche Ernährungsmuster und Gewohnheiten zurückfällt, kann dadurch zwar evtl. die Entstehung von Krankheiten verzögern, betreibt aber keine auf Dauer ausreichende Gesundheitsvorsorge. Auch sollte das Fasten nicht zur alleinigen Gewichtsreduktion betrieben werden, der Gewichtsverlust ist eher sekundärer Nebeneffekt. Eine Fastenkur dient idealerweise als Einstieg in ein insgesamt gesundheitsbewussteres Leben. 

Quellen: 

Bild: von M.studio / stock.adobe

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